Rechtsschutzversicherung kündigen

Viele Österreicher verfügen über eine Rechtsschutzversicherung. Hinsichtlich der rechtlichen Ausgestaltung der Rechtsschutzversicherung, also auch hinsichtlich der Frage der Kündigung, gilt als rechtlicher Rahmen das vertraglich Vereinbarte sowie die Bestimmungen des Versicherungsvertragsgesetzes und die Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen.

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Kündigungsfrist beachten

Im Regelfall beträgt die Laufzeit bei Rechtsschutzversicherungen ein Jahr. Der Vertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn er nicht spätestens drei Monate vorher gekündigt wird. Der Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs hat hierzu Musterbedingungen zur Rechtsschutzversicherung veröffentlicht. Zu beachten ist hierbei, dass die einjährige Vertragslaufzeit nicht unbedingt mit dem Kalenderjahr übereinstimmen muss. Auch können individuell vereinbarte besondere Rechtsschutz- oder Versicherungsbedingungen eine längere oder kürzere Frist vorsehen. Im Einzelfall wird daher geraten in den Versicherungsvertrag zu schauen, wann der regelmäßige Ablauf des Versicherungsjahres ist und bis wann spätestes gekündigt werden muss.

Beendigung bei Wegfall des Risikos

Der Versicherungsvertrag kann jedoch auch ohne explizite Kündigung enden.
Zum einen, wenn das Risiko vor dem Ablauf des Versicherungsjahres weggefallen ist. Das kann beispielsweise sein, wenn man eine spezielle Arbeitsgerichts-Rechtsschutzversicherung hat und unterjährig in Pension geht oder bei einer KFZ-Rechtschutzversicherung, wenn man das Fahrzeug verkauft und kein neues anschafft. Dies muss der Versicherung allerdings schriftlich mitgeteilt werden. Hat man eine Rechtsschutzversicherung die mehrere Risiken einschließt und bei der ein Risiko wegfällt, so bleibt die Rechtsschutzversicherung allerdings in vermindertem Umfang, ohne das weggefallene Risiko, bestehen.

Ausserordentliche Kündigung im Schadensfall

Die Versicherung kann aber auch ausserordentlich gekündigt werden, nach Beispiel nach Eintritt eines Schadensfalles, wenn man mit der Bearbeitungsweise der Versicherung oder der Kostenübernahme nicht zufrieden ist. In diesem Fall beträgt die Kündigungsfrist einen Monat.

Schriftliche Kündigung erforderlich

Wer seine Rechtsschutzversicherung kündigen möchte, sollte dies unbedingt schriftlich tun, denn in den meisten Versicherungsverträgen ist die Kündigung bzw. der Rücktritt in schriftlicher Form vereinbart. Die Kündigung muss dabei kein formvollendeter Brief sein, es reicht vielmehr, wenn man seinen Willen die Versicherung zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu beenden leserlich per Hand aufschreibt, den Brief mit einem Datum und seiner Unterschrift versieht und an die Versicherung sendet. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass sie Kündigung bei der Versicherung ankommt, sollte den Brief per Einschreiben an die Versicherung senden. Zu beachten, ist, dass der Brief rechtzeitig vor Ende der Kündigungsfrist bei der Versicherung ankommt. Das heißt, man sollte die Kündigung rechtzeitig mit ein paar Tagen Vorlaufzeit absenden, auch wenn die Post im Regelfall nicht länger als ein bis zwei Tage braucht. Eine Übermittlung per E-mail zur Einhaltung der Kündigungsfrist ist ebenso möglich. Allerdings muss man dann zusätzlich noch einen Brief mit der Kündigung und der eigenhändigen Unterschrift zeitnah hinterher senden.

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